Tipps für optimales Management zur Eutergesundheit
Mastitisprävention steigert die Rentabilität

Mastitis ist einer der wichtigsten Ursachen für unfreiwillige Betriebsabgänge bei Milchkühen. Die Erkrankung ist nicht nur schmerzhaft für die Tiere, auch abnehmende Milchleistung, verworfene Hemmstoffmilch sind die Folge. Es sollten nicht nur die direkten Kosten wie Arzneimittel und Tierarztkosten berücksichtigt werden, sondern auch die Kosten für verringerte Milchleistung und verworfene Milch, eine erhöhte Gefahr von Betriebsabgängen sowie Furchtbarkeitsstörungen. Ein durch Mastitis bedingter Betriebsabgang kostet jeweils 1500-2000 EUR pro Fall.
 
Die Kosten für die verminderte Milchleistung sind vom Schweregrad der Mastitis abhängig. Subklinische Mastitis (erhöhte somatische Zellzahlen) führen zu einer Abnahme der Milchleistung um 10 %. Klinische Fälle von Mastitis führen zu einer Verminderung der Milchleistung von 20 %. Verlust der Milchleistung und verworfene Milch machen 46 % der Gesamtkosten für Mastitis aus. 
Die kontinuierliche und sorgfältige Erfassung von Mastitisfällen in der Herde ist entscheidend, um durch Mastitis bedingte Kosten niedrig zu halten. Hierbei sollte Folgendes aufgezeichnet werden:
  • Durchschnittliche somatische Zellzahlen (SCC) auf Jahresbasis
  • Somatische Zellzahlen im letzten Jahr
  • Anzahl der Mastitisfälle im letzten Jahr
  • Anzahl der Mastitisfälle pro Monat und Quartal im letzten Jahr
  • Anzahl der Mastitisfälle nach Laktation (Erstkalber, späte Laktationen) und Laktationszyklus (früh, mittel, spät und Trockenstehzeit).
 
Beantworten Sie die folgenden Fragen ausgehend von den Einträgen:
  • Tritt Mastitis in einem besonderen Zeitraum/in besonderen Zeiträumen im Jahr auf? (Änderungen beim Futter, Klima, in der Umgebung usw.)
  • Kommen hohe somatische Zellzahlen in der frühen Laktation bei Erstkalbern häufiger vor?
  • Werden die richtigen Tiere auf Mastitis behandelt? 
 
Hierbei ist es wichtig, alle Behandlungen einzubeziehen. Studien zufolge sind 50 % aller Mastitisbehandlungen mit Antibiotika wirkungslos. Die gegen Mastitis ergriffenen Maßnahmen bewirken auch keinen Rückgang von anderen Erkrankungen wie Ketose und Fruchtbarkeitsstörungen, die für die Kostenkontrolle wichtig sind. Die Vorbeugung von Mastitis und anderen Gesundheitsproblemen sind der Schlüssel zum Erfolg. 

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Prävention durch optimale Managementabläufe und die geeigneten genetischen Merkmale. Achten Sie darauf, Eutergesundheit in Ihre Zuchtziele zu integrieren. Laut den Interbull-Listen von April 2018 haben VikingGenetics-Länder für geprüfte Bullen Bestwerte bei Eutergesundheit für Holstein (102), RDC (101) und Jersey (102). Insbesondere bei RDC und Jersey übertreffen die Bullen von VikingGenetics alle anderen. 

Quellen: SEGES & Interbull

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