Hans Peter Lildholdt ist Botschafter für VikingRed

Das rote dänische Milchvieh ist in Dänemark nicht so weit verbreitet wie andere Rassen. Deswegen fühlt sich Hans Peter Lildholdt stärker verantwortlich – sowohl für seinen Beitrag zur Zucht als auch dafür, für „die rote Kuh“ zu werben.
 
Von VikingDanmark
Hans Peter Lildholdt zusammen mit seiner Frau Nicole.
Von klein auf war Hans Peter Lildholdt bei Tierschauen dabei. Auch heute, als Erwachsener, nimmt er noch sehr gerne daran teil. Der Wettbewerb ist spannend und die soziale Gemeinschaft fantastisch. Außerdem können Besucher von nah und fern RDM erleben und mehr über dänische Landwirtschaft erfahren. Genau das liegt Hans Peter Lildholdt am Herzen:
 
„Für uns als Milchviehhalter ist es wichtig, mit den Leuten in der Umgebung Kontakt zu halten. Als natürlicher Ort der Begegnung erfüllen die Tierschauen hier eine wichtige Funktion. Außerdem möchte ich natürlich auch gern, dass die Leute RDM zu sehen bekommen, deswegen muss die Rasse vertreten sein“, erklärt Hans Peter.
 
2017 war er auf der Tierschau Aabenraa der einzige mit RDM. Als sich zeigte, dass sich daran auch 2018 nichts ändern würde, beschloss er, umzudisponieren. Viel Zeit und Aufwand darauf zu verwenden, die Kühe vorzubereiten, obwohl ihm die Ehrenpreise schon sicher waren, bevor er und seine Mitarbeiter überhaupt den Hof verlassen hatten, erschien ihm nicht sinnvoll. Trotzdem sollte RDM vertreten sein. Deswegen wandte sich Hans Peter mit einer Idee an eine Beraterin bei Syddansk Kvæg, die sie auf Anhieb begeisterte:
 
„Wir gestalteten einen gemeinsamen Stand mit RDM. Denn hier kamen sowohl die Kollegen als auch andere Besucher vorbei. Hier informierten wir mit Schildern und Body-Paint an den Kühen, welche Vorteile die Rasse bietet. Das war ein voller Erfolg“, berichtet Hans Peter.
 
Seine Familie und Mitarbeiter sind auch jedes Jahr auf der Landsskuet (dänischen Landestierschau) vertreten.
 

Genomische Tests bei allen weiblichen Tieren

Hans Peter ist Mitglied des Zuchtforums für RDM, denn seiner Meinung nach ist es wichtig, für die Zucht der Rasse Verantwortung zu übernehmen. Mit seinem Betrieb war er unter den ersten Mitgliedern des LD-Projekts. Vor allem Gentests sieht er als Weg zu besseren Tieren:
 
„Je mehr Gentests innerhalb der Rasse, desto besser. So entstehen eine größere Referenzgruppe und damit höhere Sicherheit, und das ist das A und O“, so Hans Peter.
 
In seinem Betrieb in der Nähe von Aabenraa hat er 170 Kühe. Lange Zeit war es ein Teil seiner Zuchtstrategie, den Färsenbestand zu reduzieren. Zur Auswahl der Zuchttiere richtet er sich hier nach dem NTM. Er verwendet X-Vik für die besten 50 % der Färsen und Kühe, die übrigen werden zur Zucht von Fleischrindern genutzt. 
Der Betrieb hat 170 RDM-Kühe.
Auch wenn Hans Peter die genomischen Tests, nachdem sie eingetroffen waren, sehr schnell einsetzte, musste er einsehen, dass eine gute Kuh nicht notwendigerweise auch zur Zucht geeignet war. Inzwischen hat er jedoch keine Vorbehalte mehr. Er erklärt:
 
„Ich erziele den größtmöglichen Vorteil mit NTM, hier mache ich auch keine Kompromisse.“
 

Nr. 1 bei Deckungsbeiträgen

In den letzten zwei Jahren lag Hans Peter beim Deckungsbeitrag im Herdenmanagementsystem „Kvægnøglen“ von Syddansk Kvæg rassenübergreifend auf Platz 1, 2017 belegte er den 5. Rang auf Landesebene. Seit vielen Jahren stand für Hans Peter der Deckungsbeitrag im Mittelpunkt. Seiner Meinung nach beruht das Ergebnis auf einer starken Zusammenarbeit zwischen ihm, seinen Mitarbeitern und den Beratern des Betriebs – und nicht zuletzt auf „der roten Kuh“:
 
„Das zeigt, dass wir eine sehr wirtschaftliche Kuh haben: Eine gesunde, pflegeleichte Rasse mit guten Kalbeeigenschaften und niedrigen Tierarztrechnungen“, erklärt Hans Peter. 

Hans Peter Lildholdt:

  • Milcherzeuger in der Nähe von Aabenraa
  • 170 RDM-Kühe
  • Leistung: 12.000 kg ECM
  • Zwei fest angestellte Mitarbeiter
  • 255 ha Fläche

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